Sonntag, 18. September 2016

Rezension "Anders"

„Anders“-  Anita Terpstra 



Titel: Anders 
Autor/in: Anita Terpstra 
Verlag: Blanvalet 
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Seiten: 382 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0257-8
Erschienen: 15.08.2016
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 



Inhalt

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?



Meine Meinung 

Das Buch beginnt gleich im Wald mit der Suche nach Sander und dessen Freund Maarten, welcher kurz darauf Tod aufgefunden wird. Nur die Suche nach Sander bleibt erfolglos. Es wird am Anfang nicht lange drum herum geredet und erzählt, man steigt sofort in die Geschichte ein, wodurch es schon zu beginn gleich spannend ist. 

Danach spielt das Buch 6 Jahre später, als Sander wieder aufgetaucht und wieder zuhause bei seiner Familie, welche in den vergangenen Jahren zerbrochen ist, wohnt. Immer wieder gibt es Rückblicke, in die Kindheit der Geschwister Iris und Sander, in welchen man mehr von Sander erfährt und wodurch sich immer mehr Puzzleteile zusammen setzten. Man merkt immer mehr, dass das Bild, welches Sanders Mutter Alma von ihrem Sohn erschafft, überhaupt nicht so ist, wie Sander wirklich war. 
Auch merkt man, das Iris als Kind sehr unter ihrem Bruder gelitten hat und dadurch versteht man auch, wieso Iris nicht gut auf Sander zusprechen ist, seit dem er wieder da ist. Immer wieder sieht man in den Rückblicken, wie Sander andere, besonders seine Mutter, manipuliert. Sie hat Sander alles geglaubt, egal was andere, besonders Iris und ihr Vater, gesagt haben. Dadurch ist sie mir, genauso wie Sander von Anfang an total unsympathisch geworden. 

Eigentlich alle Charaktere bleiben oberflächlich und man erfährt nicht wirklich viel von ihnen, was ich etwas schade finde, da ich gerne etwas mehr von ihnen erfahren hätte. Selbst von Sander, der die Hauptfigur ist, erfährt man nicht viel und das was man erfährt ist nur negativ.

Ich wollte unbedingt wissen, was vor 6 Jahren im Wald wirklich passiert ist, ob Sander wirklich Sander ist und dies erfährt man erst auf den letzten Seiten. Was das Buch bis zum Ende spannend macht. Auch wenn sich die Puzzleteile langsam zusammensetzten und der Leser sich die Wahrheit selbst zusammenreimt, kommt das was in der Nacht wirklich passiert ist dann doch erst am Ende wirklich raus. 


Fazit 

Ein gut geschriebener Thriller, der von Anfang bis Ende spannend ist, dem es aber meiner Meinung nach ein bisschen an Tiefe fehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass ein bisschen auf die Charaktere eingegangen worden wäre und man ein bisschen mehr von ihnen erfahren hätte und nicht nur oberflächliche Dinge. 


Das Buch bekommt von mir 4/5 Punkte. 

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