Freitag, 28. Juli 2017

Rezension "Die Tuchvilla"

„Die Tuchvilla“- Anne Jacobs 





Titel: Die Tuchvilla
Autor/in: Anne Jacobs 
Verlag: blanvalet 
Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 8,99 € (eBook)
Seiten: 700 Seiten 
ISBN: 978-3-442-38137-1
Erscheinungsdatum: 15. Dezember 2014





Inhalt 

Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …




Meine Meinung 

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Erzählers erzählt, so bekommt man einen Einblick in die Gefühle und Gedanken aller Charaktere der Geschichte, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. 

Marie, welche im Waisenhaus aufgewachsen ist, fängt als Küchenmädchen in der Tuchvilla an. Durch ihre starke Persönlichkeit und Willensstärke macht sie sich keine Freunde unter den Angestellten der Tuchvilla. Sie wird von den anderen schlecht behandelt, lässt sich aber dennoch nicht unterbekommen. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie weiß was sie will und lässt sich nicht unterbekommen, was mir sehr gut gefallen hat. 
Katharina, auch Kitty genannt,  die jüngste Tochter der Familie Melzer mochte ich auch von Anfang an. Sie ist noch jung, in manchen Situationen ein wenig naiv, weiß was sie will und weiß auch genau wie sie dies bekommt. Kitty ist lieb, lebensfroh und weltoffen. Während der Geschichte entwickelt sich zwischen ihr und Marie eine tiefe Freundschaft. 
Sie ist ein liebenswürdiges Mädchen, welches die Männer reihenweise um den Finger wickelt, allerdings ist sie sich ihrer Wirkung auf die Männer nicht bewusst. Unter ihren unüberlegten und impulsiven Handlungen muss  ihre Familie und auch besonders ihre große Schwester Elisabeth leiden. Dennoch ist Kitty der Liebling ihrer Eltern und wird besonders von ihrer Mutter bevorzugt. 
Das genaue Gegenteil dagegen ist ihre Schwester Elisabeth. Sie ist gemein, boshaft und schreckt auch nicht davor zurück anderen zu schaden um ihren Willen zu bekommen. Anders als Kitty liegen ihr die Männer nicht zu Füßen und auch im Thema Männer steht Elisabeth im Schatten ihrer Schwester. Mit ihr konnte ich bis jetzt auch nicht warm werden, was sich wahrscheinlich auch nicht ändern wird. 
Neben den beiden Schwestern gibt es noch Paul, das älteste Kind der Familie. Zu Beginn lernt man ihn als leichtsinnigen Student kennen, welcher ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat. 
Dies ändert sich allerdings im Laufe des Buches. 
Genauso wie Marie, war er mir aber von Anfang an sehr sympathisch. 

Wenig sympathisch war mir Johann Melzer, der Herr der Tuchvilla. Er ist gierig und nur auf seinen wirtschaftlichen Vorteil aus. 

Eigentlich sind historische Geschichten nicht wirklich meins. Nachdem ich allerdings nur positives über „Die Tuchvilla“ gehört habe, wollte ich sie auch lesen. Einige Zeit stand das Buch noch im Regal und ich bereue es wirklich es nicht schon früher gelesen zu haben. Der Schreibstil war flüssig und angenehm, wodurch es sehr viel Spaß gemacht hat das Buch zu lesen. Als ich erstmal in der Geschichte drin war, sind die Seiten nur so dahingeflogen. 
Auch die Spannung ist in der Geschichte nicht zu kurz gekommen, als Leser bekommt man immer wieder Informationen, welche zur Aufdeckung eines dunklen Geheimnisses beitragen, dies geschieht aber erst am Ende des Buches, wodurch es bis zum Ende spannend bleibt. 


Fazit 

„Die Tuchvilla“ ist ein toller Auftakt der Trilogie, welche mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. 

Ich bin schon sehr gespannt wie es im zweiten Teil weiter geht und freue mich sehr darauf ihn bald lesen zu können. 

Das Buch bekommt von mir 5/5 Punkte. 

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