Freitag, 8. September 2017

Rezension "Die Moortochter"

„Die Moortochter“- Karen Dionne 





Titel: Die Moortochter 
Autor/in: Karen Dionne 
Verlag: Goldmann 
Seiten: 380 Seiten
Preis: 12,99 € (Paperback), 9,99 € (eBook)
Erscheinung: 3. Juli 2017
Altersempfehlung: ab 16/17 Jahren 






Inhalt

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ... 




Meine Meinung 

Das Cover des Buches passt meiner Meinung nach super zur Geschichte und zeigt alles wichtige, was zur Geschichte gehört. 


Helena hat sich mühsam ihr neues Leben aufgebaut, hat ihren Namen geändert, ihr Aussehen verändert um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Dies ist ihr auch gelungen, bis zu dem Tag, an dem ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausbricht. Ihr wird klar, dass sie sich nicht vor der Vergangenheit verstecken kann, sondern sich ihr stellen muss. Von ihrem Vater hat sie das Jagen und Fährtenlesen gelernt. Niemand kennt ihren Vater so gut wie sie und weiß wie er tickt. Deshalb macht sie sich mit ihrem Hund auf die Suche nach ihrem Vater. Als Leser begleitet man sie auf der spannenden Suche nach ihrem Vater. Man erfährt abwechselnd was in der Vergangenheit passiert ist und was gerade in der Gegenwart passiert. 


Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, wodurch mir der Einstieg ins Buch sehr leicht gefallen ist. Das Buch hat mich eigentlich von Anfang an gefesselt, allerdings fand ich die Passagen, welche in der Vergangenheit gespielt haben wesentlich spannender als die in der Gegenwart. Dennoch wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht. Allerdings habe ich von dem Buch welches als „Psychothriller“ bezeichnet wird etwas mehr erwartet, deswegen finde ich auch die Bezeichnung „Psychothriller“ nicht wirklich passend. Es ist die Geschichte einer Frau, die in der Wildnis aufgewachsen ist. Die das Leben in der Wildnis und ihren Vater geliebt hat und es immer noch tut. Die lange Zeit nicht wusste, dass das Leben, was sie dort geführt hat nicht normal ist. Das die Erziehung ihres Vaters nicht normal war. Für Helena war ihr Vater jahrelang ihr Held, zu dem sie aufgesehen und den sie vergöttert hat. Auch Jahre nachdem sie ein „normales“ Leben mit ihrer Familie führt, ist sie noch nicht wirklich über die Geschehnisse damals hinweg. Genau deswegen macht sie sich auch auf die Suche nach ihrem Vater, damit sie mit der ganzen Sache abschließen kann und auch damit ihr Vater ihrer Familie nichts antun kann. 


Fazit 

„Die Moortochter“ ist eine spannende Geschichte, welche mich sehr gut unterhalten hat. Es hat mir wirklich Spaß gemacht Helena auf der Suche ihres Vaters zu begleiten und zu erfahren was ihr als Kind widerfahren ist.


Das Buch bekommt von mir 4/5 Punkte und eine Leseempfehlung.