Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Marlene"

„Marlene“- Hanni Münzer  




Titel: Marlene
Autor/in: Hanni Münzer
Verlag: Piper
Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 7,99 € (eBook)
Seiten: 536 Seiten
ISBN: 978-3-492-30947-9
Erscheinungsdatum: 1.09.2016
Altersempfehlung: ab 17/18 Jahren 



Inhalt

Die lang ersehnte Fortsetzung zum Bestseller »Honigtot«
München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben …





Meine Meinung 


Das Cover des Buches ist wie auch schon bei „Honigtot“ sehr schlicht, es zeigt eine junge Frau, welche Marlene sein könnte.

Die Geschichte beginnt 2012, Marlene, welche mittlerweile über 90 ist, schreibt gerade an ihrer Biografie. Einige Freunde und ihre Familie ist zusammen gekommen um sich ihre Geschichte anzuhören. Diese beginnt ihm Jahr 1944, als Marlene vor dem zerbombten Prinzregentenplatz steht und ihre Freundin Deborah und ihren Bruder Wolfgang für tot hält. Sie beschließt nach Frankreich zu gehen, aber noch in München trifft sie auf die junge Trudi, welche auch Spionin ist. Zusammen mit ihr macht sie sich auf den Weg nach Warschau um dort weiter für den Widerstand zu kämpfen. Zusammen mit Marlene begibt sich der Leser auf eine emotionale und aufwühlende Reise in ihre Vergangenheit. 

Der Schreibstil ist wie auch schon in „Honigtot“ angenehm, soweit man bei der Thematik von angenehm sprechen kann und sehr bildlich. Während des Lesens, hat man das Gefühl, dass einige Jahre vergehen, was allerdings nicht der Fall ist, Marlene erlebt die ganzen Sachen innerhalb eines Jahres. Hanni Münzer beschreibt die Charaktere sehr genau, wodurch sie ein Gesicht bekommen. Marlene kommt dem Leser in der Geschichte als sehr abgebrüht, kaltherzig, hart und stark vor, dies zieht sich durch das ganze Buch, aber in einigen Situationen und besonders am Ende des Buches merkt man, dass sie eigentlich gar nicht so kaltherzig ist wie sie sich gibt, was sie auch wieder sehr authentisch gemacht hat.
Im Laufe der Geschichte tauchen immer wieder Personen aus „Honigtot“ auf, ob negative als auch positive. Einige lose Fäden, welche es schon in „Honigtot“ gab, führen am Ende von „Marlene“ zusammen, was mir sehr gut gefallen hat. 

Anders als bei „Honigtot“ fand ich, dass Hanni Münzer bei „Marlene“ die Situationen nicht zu detailliert beschrieben hat, was ich sehr gut fand. 

Fazit

In „Marlene“ geht eine sehr emotionale, bewegende Geschichte, welche sehr zum Nachdenken anregt, weiter. 
Das Buch bekommt von mir 5/5 Punkte. 


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